ANDREAS CZECH

komische Bildunterschriften

Der sogenannte erste Eindruck!

Am Anfang stand die Polaroid-Dokumentation von Vernissagen der Galerie «kunstleben» im Hamburger Gängeviertel. Auf Anregung der Galeristin Ulrike Klug kombinierte Andreas Czech seine Vorliebe fürs Instant-Bild mit seiner Begabung fürs schnelle Wort: Die Aufnahmen der Gäste und Besucher wurden von ihm sofort mit Kommentaren versehen und während der Ausstellung als eigenes Miniprojekt exponiert.

Andreas Czech: Ausstellung in Hamburg

Eben so unbekümmert wie gnadenlos legt Andreas Czech Wahrnehmungsfilter und Bewertungsmuster offen. Trotz political Correctness, Emanzipation und psychologischer Aufklärung werden unsere „ersten Eindrücke“ nämlich immer noch von Stereotypen und erstaunlich groben Klischees dominiert. Czech „knipst“ Menschen und versieht die Fotos, das optische Vorurteil bedienend, mit komischen Bildunterschriften.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Andreas Czech nimmt dem Bild mindestens 990 Worte weg. Die Reaktionen der Gäste reichen von Belustigung über Ärger bis zu demonstrativer Langeweile.

Frei nach dem Motto "Da steh'n wir drüber!"